Ute Klose

Geruch

Warum können wir manche Menschen nicht riechen?

In so einem Fall riechen wir, dass die so genannten MHC-Gene des anderen unseren zu ähnlich sind. Ein Trick der Natur: Je verschiedener die Gene zweier Menschen sind, desto besser ist der Nachwuchs vor Erbkrankheiten und Infektionen geschützt. Deshalb suchen wir uns gern Sexualpartner aus, die "anders" riechen als wir selbst. Achtung: Neuen Studien zufolge kehrt die Anti-Baby-Pille den Effekt um - während der Einnahme fühlen Frauen sich zu Männern mit ähnlichem MHC-Duft hingezogen.

Kann man Geruch messen?

Das klingt doch höchst interessant und unglaubwürdig auch?! Ist es aber nicht, denn es gibt tatsächlich eine Einheit, mit der die Stärke von Gerüchen bestimmt wird.

Diese Einheit nennt sich olf (lat. olfaxtus = Geruchssinn). Ein olf entspricht dem Duft eines Erwachsenen, der eine sitzende Tätigkeit ausübt, täglich 0,7 Duschbäder nimmt und mindestens einmal am Tag die Wäsche wechselt. Entwickelt wurde die Geruchsmessung im Rahmen von Studien – es gibt Beschwerden, die durch krank machende Baustoffe oder Einrichtungselemente hervorgerufen werden. Es gibt einige Dinge, die aufgrund ihrer Geruchsbelastung zu gesundheitlichen Problemen beitragen können. Die Stärke eines Geruchs wird von geschulten Testpersonen ermittelt („Riecherkollektiv“). Diese Leute schnuppern die „Abluft“ der Geruchsquelle und bewerten sie dann im Vergleich zu einer neutralen Luftprobe. Die Abluft wird ihnen durch eine spezielle Verdünnungsapparatur (Olfaktometer) zugeführt.

Geruchsspezialisten sind sich jedoch einig, dass die Anzahl der olf nichts über die Qualität eines Geruches aussagt. Auch der Duft einer Rose liegt bei 25 olf oder sogar mehr.